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Bild zeigt zwei Gruppenmotive zu Kandidaten für die Kommunalwahl

"CDU, Grüne und Liste Streit stoppen den Neubau der Kita !" FBL fordert zum Wohle der Kinder das Projekt sofort umzusetzen.

Meine Damen und Herren,

nach 4 Jahren Planung haben wir es endlich geschafft, dass eine Baugenehmigung für die elfgruppige Kita vorliegt.

Der Umbau könnte somit zeitnah beginnen und die ersten Kinder könnten im Herbst 2021 die neue Kita beziehen.

Die Baukosten von 8,5 Millionen Euro sind zwar kein Pappenstiel, aber angesichts der aufwendigen Umbauarbeiten im denkmalgeschützten Gebäude laut Prüfung durch den Landesrechnungshof auch nicht überhöht.

Ich kann deshalb die Kehrtwende der einzelnen Fraktionen zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachvollziehen: Wenn man plötzlich an Brüstungshöhen und Aufteilungen Anstoß nimmt und von einem „nicht kindgerechten Gebäude“ spricht!
Das Gebäude selbst und die Tatsache, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht, waren allen Fraktionen schon lange vorher bekannt. Und das hätten die Fraktionen, die heute ablehnen wollen, sich schon bei der Zustimmung zum Kauf des Gebäudes überlegen müssen.


Auch der Vorschlag der Grünen lieber je eine Kita in Stahl und Masholder zu bauen, geht nicht auf. Zum 01.09.2019 gibt es in Stahl 52 und in Masholder 41 Kita-Kinder. Somit müsste noch eine dritte Kita für die restlichen ca. 90 Kinder gebaut werden. Und außerdem: Ein bestehendes Gebäude nicht nutzen und dafür zwei bzw. drei neue Gebäude errichten. Ist das ressourcenschonend und damit ökologisch sinnvoll?


Mehr als fragwürdig ist für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Vorgehensweise der Liste Streit. Denn mal wieder hält der Fraktionsvorsitzende der Liste Streit das passende Grundstück für eine neue Kita bereit!

Meine Damen und Herren,

wenn einer hier Geld zum Fenster rauswirft, dann sind das die Fraktionen, die sich heute gegen den Bau der Kita in der Alten Kaserne entscheiden!

Denn die Zahlen sprechen für sich:

900.000 € für den Erwerb von Gebäude und Grundstück mit Planungsleistung wurden bereits verausgabt. Sollten wir das Gebäude für 700.000 € verkaufen können, hätten wir einen Verlust von 200.000 Euro. Hinzu kommt der verlorene Zuschuss des Landes von 1.650.000 Euro. Außerdem haben wir bereits 500.000 Euro für bisher erbrachte Planungsleistung ausgegeben und müssen zusätzliche 360.000 Euro für die Baukostensteigerung (6%) in den nächsten 2 Jahren einrechnen.
Insgesamt sind dieses 2 700 000 Millionen €!

Somit müsste die neue Kita an einem anderen Standort um 2,7 Millionen €  günstiger werden. Dieses bezweifeln wir. Denn von denjenigen, die sich gegen den Kita-Bau in der Alten Kaserne aussprechen wollen, kann das heute niemand belegen.

Und: Erinnern wir uns doch an den seinerzeitigen Antrag der CDU. Statt der berechneten 1 000 000 € für die Container-Erweiterung der Kita Liebfrauen sollten die Kosten per Beschluss auf 600.000 € gedeckelt werden. Und wo sind wir gelandet? Bei 1 200 000 Mio.€ !

Wenn wir hier und heute nicht konsequent unserem bisherigen gemeinsamen Plan zustimmen, werden wir wieder ein solches Debakel erleben.

Neben dem finanziellen Aspekt für die Stadt ist es aber auch besonders verantwortungslos gegenüber den Kindern und Eltern, die auf diese Kitaplätze dringend angewiesen sind.

Wer heute die bisherige Planung ablehnt und auf eine alternative Planung setzt, verzögert die Schaffung der erforderlichen Kitaplätze um mindestens 2 bis 3 Jahre. Er lässt Frust bei all denen entstehen, die auf die Kitaplätze angewiesen sind und bei all denen, die an der Planung und Konzeption der Kita Alte Kaserne beteiligt waren.

Und: Unsere Glaubwürdigkeit als Stadtrat in Bezug auf die Umsetzung von bereits getätigten Beschlüssen würde weiteren Schaden nehmen.

Für unsere Fraktion ist eine Ablehnung unverantwortlich. Daher kann ich in der letzten Sitzung dieses Stadtrates nur an Ihre Vernunft appellieren und um Ihre Zustimmung zum Ausbau der Kita in der Alten Kaserne bitten.

 

Update:

Nach der Beratung im Stadtrat hat die Mehrheit mit 14 zu 13 den Bau der Kita "Alte Kaserne" abgelehnt.
Die Stimmen gegen den Bau verteilen sich wie folgt:
8 CDU, 4 Grüne und 2 Liste Streit,