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Bild zeigt zwei Gruppenmotive zu Kandidaten für die Kommunalwahl

Umgestaltung Maximinerwäldchen, Vorschlag zur Reduzierung der Kosten von 1,1 Million Euro

Stellungnahme zur Planung Maximinerwäldchen, Bitburg

Zielsetzung: Wir begrüßen grundsätzlich das Ziel, bei den Planungen für das Maximinerwäldchen „eine generationenübergreifenden Freizeitgestaltung und Erholung“ anzustreben.

Kosten: Erfreulicherweise kann das Verteilungsvermögen aus der Auflösung des Bauvereins in das geplante Projekt einfließen. Diese von den Mitgliedern des Bauvereins zur Verfügung gestellten Mittel sollten auch u. E. eindeutig zuzuordnen sein. Die von der Kommune zu tragenden Kosten sollten zunächst auf den Anteil in Höhe von 120.000€ aus dem Spielplatzkonzept reduziert werden. Ergänzungen/Änderungen könnten nach einer Erprobungsphase von ca. zwei Jahren erfolgen.

Einsparpotenzial:

  1. Die im Bereich des Vorplatzes geplanten Pflanzkästen sollten für das Mehrgenerationenprojekt genutzt werden. Neben den dadurch eingesparten Kosten entstände der Vorteil, dass sich Senioren und Kleinkinder nicht in einen abgelegenen und zudem recht schattigen Bereich des Parks begeben müssten, sondern auch mit weiteren Parkbesuchern in Kontakt kämen.
  2. Anstatt des kostenintensiven Fontänenfeldes, das es in ähnlicher Form bereits in der Konrad-Adenauer-Anlage und am Spittel bereits gibt, sollte eine "Wasserstufe" beim Spielplatz geplant werden (ähnlich Kornmarkt in Trier) oder ein größerer Wasserspielplatz entstehen, der ebenfalls älteren Kindern und möglicherweise auch Erwachsenen Spaß und Abkühlung schenkt. Beispiele sind Wasserspielplätze in Wiesbaden, Bingen, Rosport (Lux). Bilder zu diesen Projekten finden Sie im Internet.
Bild zeigt Ausschnitt Wasserstufe in Trier/KornmarktWasserstufe in Trier/Kornmarkt
  1. Sollte es das vorrangige Ziel sein, die Unterhaltungskosten für das Fontänenfeld einzuspielen, kann die Litfaßsäule somit entfallen Jedoch könnte sie ansonsten der geeignete Ort sein, um die Widmung für die Spendengeber zu platzieren.
  2. Das noch vorhandene Bushäuschen sollte abgerissen und zukünftig mit dem gewünschten Kiosk als ein Baukörper auf der eingeschobenen Terrasse umgesetzt werden.
BushäuschenBushäuschen
  1. Eine behindertengerechte Unisex-Toilette sollte ebenfalls am Kiosk ihren Platz finden.
  2. Die Abgrenzung zur Echternacher Straße und zur Franz-Mecker-Straße sollte mit den bereits vorhandenen Bäumen und Hecken, ergänzt durch insektenfreundliche und pflegeextensive Stauden und Sträucher, umgesetzt werden. Die geplante Mauer zur Echternacher Straße kann entfallen, da sie auf Grund des aufsteigenden Geländes auch nicht den Verkehrslärm aus der Echternacher Straße entscheidend reduzieren kann.
    Möglicherweise ließen sich hier auch bereits die ersten Ansätze zu einer „essbaren Stadt“ umsetzen. (z.B. Beerenstäucher und Gewürzkräuter)
    Während der Hauptweg dringend erneuert werden muss, sind die schmaleren Wege noch in hervorragendem Zustand. Sie können u.E. von Rollatoren, Kinderwagen etc. ohne Einschränkung genutzt werden. Auch die damals sehr kostenintensive zweireihige Pflasterung mit Natursteinen sollte erhalten werden.
    Im Bereich des Vorplatzes sollten lediglich der Hauptweg und die "Terrasse" als Bestuhlungsfläche beim Kiosk gepflastert werden. Für die restlichen Flächen würde eine wassergebundene Schicht genügen. Diese sollte dann auch für den Hauptweg im naturnahen Parkteil genutzt werden.
    Eine komplette Pflasterung des Hauptwegs halten wir jedoch nicht für sinnvoll. Neben zusätzlichen Kosten ist anzunehmen, dass das Betonpflaster angesichts der starken Beschattung und geringen Nutzung schnell vermoosen und verkrauten würde.
Bild links zeigt Weg durch den Park entlang der Echternacher Straße. Bild rechts zeigt Seitenweg zur Franz-Mecker-Straße.Bild links zeigt Weg durch den Park entlang der Echternacher Straße. Bild rechts zeigt Seitenweg zur Franz-Mecker-Straße.
  1. Der Bouleplatz sollte am bisherigen Standort verbleiben.


Offene Fragen

  • Werden bei den Bänken und weiteren Sitzmöglichkeiten die ergonomischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Generationen berücksichtigt?
  • Wer hat „Ernterechte“ beim Generationengarten?
  • Welche Maßnahmen sind zur Beschattung des Spielplatzes vorgesehen?
  • Welche Betriebszeiten sind für den Kiosk vorgesehen?
  • In welcher Form soll die Würdigung der Förderung durch den Bauverein erfolgen?
  • Ist eine stärkere aktive Bürgerbeteiligung bereits beim Umbau des Parks angedacht?
  • Wann werden die bereits im Jahr 2015 zugesagten Beschattungsmaßnahmen ( z.B. Sonnensegel) auf den größeren Spielplätzen der Stadt umgesetzt?

Anregungen

  • Das seit längerem geplante Mini-Fußballfeld könnte seinen Standort im hinteren Bereich des Spielplatzes finden.
  • Im Gemeinschaftsbereich sollten auch Fahrradstellplätze eingeplant werden.
  • Wohnmobilstellplätze könnten am Ende des naturbelassenen Teils des Parks an der Franz-Mecker-Straße vorgesehen werden (weniger Verkehrslärm, günstigere Topographie).


Fazit: Der Umbau des Maximinerwäldchens sollte

  • alle „Gemeinschaftsbereiche“ im oberen Teil des Parks ansiedeln, den unteren Teil stärker der Natur überlassen
  • ökologischen und ökonomischen Maßstäben gerecht werden
  • das Engagement von Vereinen und Gruppierungen bei den ins Auge gefassten Projekten anregen und über Jahre/ Jahrzehnte erhalten
  • bei der Planung auch die Vorsorge gegen Vandalismus berücksichtigen
  • den Bürgern Beispiele liefern, wie sie mit geringen finanziellen Mitteln und wenig Pflegeaufwand einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können
    die Folgekosten für die Stadt für Unterhalt, Pflege und Reparaturen im Blick behalten.


Wir danken allen, die sich an den bisherigen Planungen beteiligt haben. Unsere Einsparvorschläge und Anregungen sollen zum Gelingen des Projekts beitragen, indem die eingesetzten Mittel unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen optimal verwendet
werden. Allen, die sich an der Planung und Umsetzung einbringen, wünschen wir, dass ihr
Engagement langfristig Früchte trägt und ein gutes Miteinander zu ermöglicht.